Arbeitslosengeld I

Frage(n):

Um einen Antrag auf Arbeitslosengeld I zu stellen, muss man für gewöhnlich vor Ort vorstellig werden. Was ist zu tun, wenn das zuständige Jobcenter jedoch geschlossen ist?

Wann besteht ein Anspruch auf Arbeitslosengeld I?

Antwort:

Aufgrund der jetzigen Lage erfolgt der Kontakt mit dem Jobcenter durch den eService oder in dringenden Fällen telefonisch. Sobald die Arbeitsagentur wieder für den persönlichen Kontakt öffnet, erhält man eine Einladung, um sich persönlich zu melden.

Den Antrag auf Arbeitslosengeld I kann zunächst online gestellt werden. Den Antrag ist unter http://www.arbeitsagentur.de/antrag-arbeitslosengeld (externer Link) zu finden. Zudem verweist die Arbeitsagentur auf das folgende Erklärvideo unter: https://www.youtube.com/watch?v=kcM8RlPsr_k. (externer Link)

Sofern die Meldung der Arbeitslosigkeit auf Grund der aktuellen Schließung der Agenturen für Arbeit im Rahmen der CORONA-Infektionsprävention zunächst telefonisch oder auf anderem Wege erfolgt ist, ist in dem Onlineantrag anzugeben, dass noch keine persönliche Arbeitslosmeldung erfolgt ist.

Es besteht grundsätzlich ein Anspruch auf Arbeitslosengeld I für Personen, die in den letzten 30 Monaten vor der Arbeitslosmeldung mindesten 12 Monate versicherungspflichtig beschäftigt waren (= Anwartschaftszeit). Dabei können mehrere Beschäftigungen zusammengerechnet werden. Weiterhin muss, wie oben erläutert, bei der Agentur für Arbeit eine Arbeitlosmeldung erfolgt sein. Man muss außerdem ohne Beschäftigung sein, aber in der Lage, eine versicherungspflichtige Beschäftigung auszuüben (mindestens 15 Stunden pro Woche).

Weitere Voraussetzung ist, dass man eine versicherungspflichtige Beschäftigung sucht und dabei mit der Agentur für Arbeit zusammenarbeitet.

Für Personen, die häufig befristet beschäftigt waren, gilt unter bestimmten Voraussetzungen eine kürzere Anwartschaftszeit. Dann genügen mindestens 6 Monate versicherungspflichtiger Beschäftigung in den 30 Monaten vor Arbeitslosmeldung. Dabei gilt als Voraussetzung, dass die meisten Beschäftigungen auf bis zu 14 Wochen befristet waren.

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