Zulässigkeit: Kindern den Zutritt verwehren

Frage(n):

Darf Kindern der Zutritt zu Einkaufsläden verweigert werden, wenn sie ein Elternteil beim Einkaufen begleiten wollen?

Antwort:

Grundsätzlich ist es erlaubt, gemeinsam mit der Familie einkaufen zu gehen. Doch kann der nötige Abstand zu den Beschäftigten und der anderen Kundschaft umso besser eingehalten werden, desto weniger Personen sich in einem Laden befinden. Aus diesem Grund müssen die Ladenbetreiber sicherstellen, dass sich nicht mehr als ein Kunde pro 20 Quadratmeter Verkaufsfläche gleichzeitig im Laden aufhält.

Um Störungen im Betriebsablauf – vor allem durch Infektion der Mitarbeitenden – zu vermeiden, wurde in Einzelfällen Kindern der Zutritt verweigert. Gerade in kleinen Läden kann es zu Konflikten zwischen den Interessen der Eltern und dem Hausrecht des Ladenbetreibers kommen, da es jungen Kindern zudem besonders schwerfällt, Abstandsregeln und die Niesetikette einzuhalten. Es ist daher empfehlenswert, Läden möglichst allein zu betreten.

Natürlich ist dies nicht immer möglich und gerade Alleinerziehende mit kleinen Kindern haben oftmals keine andere Option, als die Kinder mit in den Laden zunehmen. Ob den Kindern dort der Zutritt verweigert werden darf, hängt stark von den Umständen des jeweiligen Einzelfalls ab. Entscheidend ist dabei neben dem Alter des Kindes auch die Größe des Ladens. Vereinzelt fordern Ladenbetreiber, dass die Kinder eigene Einkaufskörbe tragen, da über die Anzahl der Körbe die Anzahl der anwesenden Kunden reguliert wird.

Die konsequente Durchsetzung der jeweiligen Schutzkonzepte der Läden ist bedeutsam, um die Zahl der Neuinfektionen gering zu halten. Doch auch die hohe Belastung der Eltern ist zu beachten. Es muss folglich im Einzelfall abgewogen werden, ob die Kinder allein vor dem Laden warten können oder das Elternteil begleiten dürfen.

Weiterführende Informationen:

Weiterführende Informationen zum Hausrecht eines Ladenbetreibers finden Sie hier.

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